Bewertungen Funera Trägerservice
Ich wollte noch kurz meine persönliche Rückmeldung zu der heutigen Beisetzung geben, weil ich ehrlich gesagt ziemlich entsetzt über den eingesetzten Urnenträger war. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt.
Wir sollten um 12:00 Uhr von der Kapelle zur Grabstelle losgehen. Um 11:57 Uhr war der Urnenträger immer noch nicht da, sodass ich bereits angerufen und gefragt habe, wo er bleibt. Er kam dann tatsächlich erst gegen 11:58 Uhr – also zwei Minuten vor Beginn und auch erst, nachdem bereits nach ihm gefragt wurde. Das finde ich bei einer Beisetzung einfach respektlos und unprofessionell. Auch bei der heutigen Hitze hätte man ohne Weiteres ein paar Minuten früher an der Kapelle sein können. Dort gab es genügend Schatten.
Der Weg von der Kapelle bis zum Grab war wirklich kurz, vielleicht 200 Meter. Man hätte außerdem relativ direkt zum Grab gehen können und auch auf diesem Weg gab es Schatten. Trotzdem nahm er einen Umweg.
Was mich aber am meisten irritiert hat, war der eigentliche Weg zum Grab. Auf diesen vielleicht 200 Metern mussten wir ungefähr sechsmal stehen bleiben. Teilweise musste er offenbar einfach verschnaufen, weil ihm das Tragen der Urne körperlich sehr schwerfiel. Zusätzlich verrutschte mehrfach der Deckel der Schmuckurne und wir mussten wieder warten, bis er alles gerichtet hatte.
Ich hatte zwischendurch wirklich den Gedanken, ihn zu fragen, ob wir nicht einfach tauschen sollen – ich trage die Urne und er nimmt meinen Kranz. Ich hatte ständig das Gefühl, dass ihm diese Aufgabe körperlich eigentlich zu viel ist.
Natürlich habe ich gesehen, dass er orthopädische Schuhe trägt und möglicherweise Probleme mit den Beinen hat. Dafür habe ich menschlich auch Verständnis. Aber wenn jemand als Urnenträger eingesetzt wird und für diese Leistung 83 € berechnet werden, muss er meiner Meinung nach körperlich in der Lage sein, eine Urne 200 Meter sicher und würdevoll zum Grab zu tragen. Ich selbst war heute bei derselben Hitze komplett in Schwarz und auf ca. 11 cm hohen Absätzen unterwegs und hatte mit dem Weg und dem kleinen Gefälle überhaupt kein Problem.
Dazu kam noch, dass er seine eigenen Handschuhe im Auto vergessen hatte. Ich musste ihm deshalb meine Handschuhe geben, die ihm natürlich zu klein waren. Er hat dann vor uns versucht, sie über die Hände zu ziehen, während man richtig hören konnte, wie das Material dabei spannte. Auch das fand ich ehrlich gesagt unangenehm. Es kann doch nicht meine Aufgabe sein, als Mitarbeiterin des Bestattungsinstituts dafür zu sorgen, dass der gebuchte Urnenträger seine notwendige Ausstattung dabeihat.
Ich habe selbst schon in Städten Urnen getragen, in denen kein gesonderter Urnenträger vorgeschrieben ist, und so etwas ist mir dabei noch nie passiert.
Mir war die ganze Situation vor der Familie wirklich unangenehm. Gerade der Weg zum Grab sollte ruhig und würdevoll sein. Stattdessen mussten alle immer wieder stehen bleiben und warten, weil der Urnenträger entweder eine Pause brauchte oder die Urne wieder richten musste.
Wenn für einen Urnenträger für diese kurze Strecke 83 € verlangt werden, finde ich persönlich, dass Preis und erbrachte Leistung heute absolut nicht zusammengepasst haben. Dann sollte meiner Meinung nach auch darauf geachtet werden, wen man für diese Aufgabe einsetzt.
Ich war heute jedenfalls wirklich fassungslos und mir war es vor der Familie teilweise richtig unangenehm.
Gibt es noch andere Dienstleister in der Gegend, die ähnliche Dienste anbieten? Wie wurden die Alternativen verglichen, bevor die Entscheidung getroffen wurde?
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