Bewertungen Zinnoberhaus Maxvorstadt
Ein überzeugendes Konzept ist noch keine gelebte Pädagogik!
Meine Erfahrungen im Zinnoberhaus Maxvorstadt, München !
Als staatlich anerkannte Erzieherin und Montessori-Pädagogin mit langjähriger Berufs- und Leitungserfahrung war ich von Oktober 2025 bis Mitte März 2026 im Zinnoberhaus Maxvorstadt beschäftigt.
Was mich ursprünglich angesprochen hatte, war die pädagogische Konzeption.
Was ich im Alltag vorfand, entsprach jedoch in wesentlichen Punkten nicht meinen Erwartungen.
Insbesondere fehlten mir klare, verlässliche Strukturen im pädagogischen Alltag, die ich während meiner Tätigkeit aktiv mitentwickelte und einbrachte.
Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit war die Vorschulerziehung. Die strukturierte, kontinuierliche Arbeit mit den Kindern bereitete mir große Freude und wurde von Eltern ausgesprochen positiv aufgenommen.
Die wertschätzenden Rückmeldungen der Eltern waren für mich eine besondere Bestätigung meiner pädagogischen Arbeit.
Bemerkenswert finde ich, dass ich mit einigen Eltern bis heute in persönlichem Kontakt stehe lange nachdem meine Tätigkeit in der Einrichtung beendet ist.
Eine Familie teilte mir sogar mit, dass sie den Kindergartenplatz ihres Kindes gekündigt habe, weil sie das Vertrauen in die Trägerin verloren hatte.
Solche Erfahrungen geben durchaus Anlass zum Nachdenken.
Auch innerhalb der Einrichtung wurde meine fachliche Arbeit offenbar geschätzt. Mir wurden zusätzliche Verantwortungsbereiche übertragen und schließlich sogar die Übernahme der Leitung angeboten.
Dieses Angebot lehnte ich nach reiflicher Überlegung ab !
Denn fachliche Anerkennung allein ersetzt weder eine vertrauensvolle Zusammenarbeit noch eine überzeugende Führungskultur.
Den Führungsstil der Trägerin erlebte ich häufig als kontrollierend und wenig wertschätzend.
Eine offene Gesprächs- und Fehlerkultur, in der auch kritische fachliche Anmerkungen willkommen sind, habe ich kaum wahrgenommen.
Besonders irritierend empfand ich die Diskrepanz zwischen dem pädagogischen Anspruch nach außen und dem Umgang mit Mitarbeitenden im Alltag.
Meine ausführliche Bewertung auf Kununu wurde nach meiner Erfahrung bereits mehrfach beanstandet.
Ich würde mir wünschen, dass konstruktive Kritik ebenso viel Aufmerksamkeit erhält wie die öffentliche Darstellung einer Einrichtung.
Denn ein gutes Image ist noch kein Qualitätsnachweis.
Und fünf Sterne ersetzen keine fünf Minuten ehrlicher Selbstreflexion ❣️
Gerade in einer Einrichtung, die sich auf Maria Montessori und Emmi Pikler beruft, sollte die Achtung vor dem Menschen nicht an der Tür zum Personalbereich enden.
Kinder lernen schließlich nicht nur durch das, was Erwachsene ihnen erklären.
Sie lernen vor allem durch das, was Erwachsene ihnen vorleben.
Pädagogische Qualität beginnt mit der Haltung und zeigt sich im täglichen Handeln.
Der größte Pluspunkt ist ganz klar das Team. Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist hervorragend; wir unterstützen uns gegenseitig, wo es nur geht, und auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiter läuft sehr strukturiert und herzlich ab. Die regelmäßigen Team- und Vorbereitungszeiten sind fest im Plan verankert und werden im Alltag auch konsequent freigehalten.
Die Räumlichkeiten sind modern gestaltet und wir haben ein großzügiges Außengelände sowie ein sehr gutes Budget für pädagogisches Material, was die Umsetzung unseres offenen Konzepts sehr erleichtert. Die Bezahlung erfolgt pünktlich und ist gut.
Natürlich geht der allgemeine Fachkräftemangel auch an unserer Kita nicht spurlos vorbei. Wenn die Grippewelle zuschlägt, steigt die Belastung für das verbleibende Team spürbar an und man kommt an seine Grenzen. Hier wünsche ich mir manchmal noch flexiblere Springer-Lösungen. Dennoch wird in solchen Phasen versucht, den Druck so gut es geht abzufedern, und geleistete Überstunden können später unkompliziert als Freizeitausgleich genommen werden.
Mein Praktikum im Zinnoberhaus war eine sehr wertvolle Erfahrung. Ein besonderer Dank geht an meine Anleitung, die sich immer Zeit für meine Fragen genommen hat, mich gut eingearbeitet und mir Schritt für Schritt mehr Verantwortung übertragen hat. Ich habe viel über die pädagogische Arbeit mit Krippen- und Kindergartenkindern gelernt und mich im Team von Anfang an willkommen gefühlt.
Pluspunkte: Engagierte, geduldige Anleitung, offenes Team, viel Raum zum Ausprobieren.
Minuspunkt: Parkplätze sind in der Maxvorstadt leider Mangelware, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist man besser unterwegs.
Jetzt habe ich eine endlos lange Bewerbungsschleife hinter mir und dann wird mir doch abgesagt. Kleiner Tipp am Rande: Nur vakante Stellen ausschreiben, das hilft!
Ich habe jetzt Bewerbung gemacht für pädagogische Hilfskraft und ich war auch Hospitation. Wenn nicht klappt, ich bin traurig, enttäuscht.
Ich habe sehr gerne in dieser Kita gearbeitet und mich im gesamten Team sehr wohlgefühlt. Besonders geschätzt habe ich den wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander. Die Zusammenarbeit war von gegenseitiger Unterstützung, Offenheit und einem guten Miteinander geprägt.
Auch die pädagogische Arbeit mit den Kindern hat mir viel Freude bereitet.
Außerdem habe ich die gute Kommunikation und die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und mich fachlich weiterzuentwickeln, sehr geschätzt. Insgesamt war ich mit meinem Arbeitsplatz sehr zufrieden und habe mich gerne als Teil dieses Teams eingebracht.
Ich habe 6 Jahren als Erzieher in dieser Einrichtung gearbeitet und ich im gesamten Team richtig aufgehoben fühlt. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen war unkompliziert, man hat sich gegenseitig unterstützt, gerade in stressigen Phasen wie der Eingewöhnung neuer Kinder.
Positiv fand ich, dass wir als Team einen sehr guten Zusammenhalt hatten und das Leitungsteam offen, unterstützend und begleitend zur Seite stand. Besonders stark fand ich, dass wir immer eine Psychologin mit im Team hatten. Auch die Ausstattung der Gruppenräume und das Außengelände waren gut in Schuss.
Weniger schön war die Personaldecke an kranken Tagen, dann war es im Gruppendienst schnell eng, und Vorbereitungszeit blieb manchmal auf der Strecke. Irgendwann fing das Leitungsteam dann an Zeitarbeiter einzusetzen, was uns enorm geholfen hat. Die Bezahlung lag im Rahmen eines guten Gehalts, Zulagen für Zuverlässigkeit und besonders gute Leistung gab es, wenn auch nicht immer sofort, manchmal wurde das quartalsweise ausgeschüttet.
Die Elternarbeit war offen. Insgesamt ein Arbeitsplatz, an dem ich gern war, auch wenn nicht alles perfekt lief.
EINE BEMERKENSWERTE WELLE DER HARMONIE ❓️❗️❓️
Interessant, wie unterschiedlich ein und dasselbe Haus erlebt werden kann.
Nachdem hier innerhalb kürzester Zeit mehrere ausgesprochen positive Bewertungen erschienen sind, möchte ich meine eigene Erfahrung ergänzen.
Besonders häufig lese ich nun von „Menschlichkeit“, „vertrauensvoller Kultur“, „Mitbestimmung“ und einer besonders sorgfältigen Personalauswahl.
Meine persönliche Erfahrung mit diesem Haus war eine deutlich andere.
Gerade der Hinweis, Menschen mit mehreren beruflichen Wechseln würden offenbar grundsätzlich kritisch betrachtet, lässt mich aufhorchen.
Ein Lebenslauf mit unterschiedlichen beruflichen Stationen kann schließlich ebenso für Erfahrung, Entwicklung, Mut zu Veränderungen und die Fähigkeit stehen, eine Einrichtung auch kritisch beurteilen zu können.
LOYALITÄT IST SCHLIEẞLICH NICHT DASSELBE WIE QUALITÄT.
UND ANPASSUNG NICHT DASSELBE WIE MENSCHLICHKEIT.
Auch eine Kultur, in der Mitarbeitende theoretisch ihre Meinung äußern dürfen, ist noch keine offene Kultur.
Entscheidend ist, was geschieht, wenn diese Meinung unbequem wird.
Dass andere Mitarbeitende das Haus positiv erleben, will ich ihnen ausdrücklich nicht absprechen.
Ebenso wenig lasse ich mir jedoch meine gegenteilige Erfahrung absprechen.
Vielleicht liegt die Wahrheit eines Arbeitsklimas ohnehin weniger darin, wie harmonisch es wirkt, solange alle mitziehen — sondern darin, wie mit Kritik, Konflikten und Menschen umgegangen wird, die widersprechen.
Meine Bewertung bleibt deshalb
bei einem Stern (vom Administrator gelöscht)
Ich arbeite seit 2012 hier im Haus und wofür dieses Haus aus meiner Sicht steht, ist gegenseitige Unterstützung und eine vertrauensvolle Kultur und ein gutes Händchen für die Personalauswahl, bei der wir alle immer auch unsere Meinung abgeben dürfen. Das Leitungsteam und der Träger sind jederzeit überaus hilfsbereit, sonst wäre ich wohl auch nicht so lange hier. Also! Sehr zu empfehlen, aber wir legen großen Wert auf Menschlichkeit.
Ich arbeite seit zwei Jahren im Zinnoberhaus im Kindergarten und habe hier sogar meine Ausbildung gemacht und bei uns war immer eine sehr gute Stimmung auf allen Ebenen.
Wir haben immer dei Möglichkeit unsere Meinungen zu äußern, mit Bedarfen an das Leitungsteam zu treten und werden gut unterstützt.
Zum aktuellen Zeitpunkt arbeiten wirklich ausgesprochen nette Menschen zusammen, ich hoffe sehr, dass das so bleibt.
ja, das stimmt, wir werden aktiv miteinbezogen in die Auswahl von Kollegen und sind froh Zeitarbeit zu haben, so sind wir immer gut besetzt, auch wenn Mitarbeiter die viel ausfallen das Team sehr belasten.
Ich habe eine schöne Zeit dort und finde, es wird sehr auf die Personalauswahl geachtet. Ich kann das Haus sehr empfehlen, ich weiss, das Leitungsteam prüft sorgfältig und nimmt niemanden der im Lebenslauf schon unendliche Wechselerfahrungen gemacht hat. Da greifen Sie dann lieber auf Zeitarbeiter zurück um so lange zu suchen, bis ein Mitarbeiter passt. Und Wechsel und schwierige Mitarbeiter gibt es ja leider überal
Ich war für 10 Tage als Zeitarbeitskraft zum Einspringen da, weil es Ausfälle bei den festangestellten Mitarbeitenden gab. Dadurch konnten die Öffnungszeiten wie geplant aufrechterhalten werden.
Ich habe mich von Anfang an super wohlgefühlt. Das ganze Team und auch die Leitungen waren total nett und offen. Ich habe sogar direkt gesagt, dass ich mir eine Übernahme gut vorstellen könnte, aber leider war aktuell kein Platz frei.
Da ich durch meine Arbeit in verschiedenen Häusern unterwegs bin, muss ich sagen: So ein schönes und vor allem sauberes Haus sieht man wirklich selten. Auch die vielen tollen Materialien sind mir positiv aufgefallen.
Ich würde jederzeit wieder zum Unterstützen kommen und würde mich natürlich freuen, wenn sich irgendwann doch die Möglichkeit für eine Übernahme ergibt. 😊
Waren die Arbeitsbedingungen in anderen Einrichtungen, in denen gearbeitet wurde, vergleichbar mit denen im Zinnoberhaus Maxvorstadt?
Hi, ich habe auch mal ein paar Tage im August ausgeholfen, weil es zu vermehrten Krankheiten kam. Scheint ja ein Klassiker zu sein. Ich fand die alle voll sympathisch. Durchgängig.
Ich kenne das Zinnoberhaus nicht nur von außen, sondern habe über längere Zeit sehr eng mit der Einrichtung, der Leitung und dem Träger gearbeitet. Deshalb fällt meine Einschätzung wahrscheinlich auch etwas differenzierter aus als eine klassische Bewertung.
Was mir besonders positiv in Erinnerung geblieben ist, ist die Mischung aus Menschlichkeit und Klarheit. Das Zinnoberhaus hat aus meiner Sicht einen sehr hohen Anspruch an die eigene Arbeit und an den Umgang miteinander. Gleichzeitig wird aber nicht so getan, als wäre immer alles einfach oder harmonisch. Es gibt schwierige Themen, unterschiedliche Meinungen und natürlich auch Situationen, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen, die nicht jedem gefallen.
Gerade in der Zusammenarbeit mit der Führungsebene habe ich erlebt, dass Wert auf Beteiligung und Entwicklung gelegt wird, ohne dabei beliebig zu werden. Es gibt klare Erwartungen an Verantwortungsübernahme, Verlässlichkeit und die Qualität der eigenen Arbeit. Wenn diese dauerhaft nicht erfüllt werden, wird das auch benannt und entsprechend gehandelt. Für mich ist das ein wichtiger Punkt guter Führung: wertschätzend zu sein bedeutet eben nicht, alles laufen zu lassen.
Interessant fand ich dabei auch, dass ähnliche Rückmeldungen nicht nur von Führungskräften kamen. Gerade von langjährigen Mitarbeitenden habe ich immer wieder gehört, dass sie die Verlässlichkeit, die Entwicklung der Einrichtung und den grundsätzlich offenen Umgang miteinander schätzen. Natürlich gab es auch kritische Stimmen – und die gehören für mich ausdrücklich dazu. Eine Organisation, in der alle immer nur zufrieden sind, würde ich eher skeptisch betrachten.
Ich habe das Zinnoberhaus insbesondere in Zeiten erlebt, in denen sehr viel gleichzeitig bewältigt werden musste. Gerade dann zeigt sich, ob Führung und Zusammenarbeit wirklich funktionieren. Und auch wenn sicher nicht jede Entscheidung perfekt war, habe ich erlebt, dass Verantwortung übernommen, Dinge reflektiert und bei Bedarf auch Kurskorrekturen vorgenommen wurden.
Was ich vom Zinnoberhaus mitnehme, ist deshalb vor allem der Eindruck einer Organisation, die ihre Mitarbeitenden ernst nimmt, ihnen etwas zutraut, aber eben auch etwas erwartet. Für mich ist das eine ziemlich gute Kombination: menschlich im Umgang, offen für Entwicklung und gleichzeitig klar in den eigenen Ansprüchen.
Ich kenne das Zinnoberhaus nicht nur von außen, sondern habe über längere Zeit sehr eng mit der Einrichtung, der Leitung und dem Träger gearbeitet. Deshalb fällt meine Einschätzung wahrscheinlich auch etwas differenzierter aus als eine klassische Bewertung.
Was mir besonders positiv in Erinnerung geblieben ist, ist die Mischung aus Menschlichkeit und Klarheit. Das Zinnoberhaus hat aus meiner Sicht einen sehr hohen Anspruch an die eigene Arbeit und an den Umgang miteinander. Gleichzeitig wird aber nicht so getan, als wäre immer alles einfach oder harmonisch. Es gibt schwierige Themen, unterschiedliche Meinungen und natürlich auch Situationen, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen, die nicht jedem gefallen.
Gerade in der Zusammenarbeit mit der Führungsebene habe ich erlebt, dass Wert auf Beteiligung und Entwicklung gelegt wird, ohne dabei beliebig zu werden. Es gibt klare Erwartungen an Verantwortungsübernahme, Verlässlichkeit und die Qualität der eigenen Arbeit. Wenn diese dauerhaft nicht erfüllt werden, wird das auch benannt und entsprechend gehandelt. Für mich ist das ein wichtiger Punkt guter Führung: wertschätzend zu sein bedeutet eben nicht, alles laufen zu lassen.
Interessant fand ich dabei auch, dass ähnliche Rückmeldungen nicht nur von Führungskräften kamen. Gerade von langjährigen Mitarbeitenden habe ich immer wieder gehört, dass sie die Verlässlichkeit, die Entwicklung der Einrichtung und den grundsätzlich offenen Umgang miteinander schätzen. Natürlich gab es auch kritische Stimmen – und die gehören für mich ausdrücklich dazu. Eine Organisation, in der alle immer nur zufrieden sind, würde ich eher skeptisch betrachten.
Ich habe das Zinnoberhaus insbesondere in Zeiten erlebt, in denen sehr viel gleichzeitig bewältigt werden musste. Gerade dann zeigt sich, ob Führung und Zusammenarbeit wirklich funktionieren. Und auch wenn sicher nicht jede Entscheidung perfekt war, habe ich erlebt, dass Verantwortung übernommen, Dinge reflektiert und bei Bedarf auch Kurskorrekturen vorgenommen wurden.
Was ich vom Zinnoberhaus mitnehme, ist deshalb vor allem der Eindruck einer Organisation, die ihre Mitarbeitenden ernst nimmt, ihnen etwas zutraut, aber eben auch etwas erwartet. Für mich ist das eine ziemlich gute Kombination: menschlich im Umgang, offen für Entwicklung und gleichzeitig klar in den eigenen Ansprüchen.
Ich kann viele der hier beschriebenen Erfahrungen aus meiner eigenen Zeit im Zinnoberhaus bestätigen. Ich war von Januar 2019 bis April 2022 als Fachkraft dort tätig.
Auch ich habe eine deutliche Diskrepanz zwischen dem pädagogischen Anspruch nach außen und meinen tatsächlichen Erfahrungen im Alltag wahrgenommen. Die schönen und großzügigen Räumlichkeiten möchte ich dabei gar nicht schlechtreden – allerdings habe auch ich mich bei manchen Anschaffungen gefragt, ob diese wirklich im Verhältnis zum pädagogischen Alltag stehen. Beispielsweise gab es einen Wäschekorb für etwa 150 €. Gerade in einer Kindertageseinrichtung habe ich mich damals gefragt, ob solche Ausgaben tatsächlich Priorität haben sollten.
Besonders prägend war für mich die Zeit während der Corona-Pandemie. Vor dem ersten Lockdown saßen wir als Mitarbeitende gemeinsam in der Einrichtung und warteten auf den angekündigten Anruf der Trägerin. Es war bereits bekannt, dass ab Montag geschlossen werden sollte. Uns wurde jedoch sinngemäß vermittelt: „Solange es die Trägerin nicht bestätigt, haben wir geöffnet.“
Später war ich selbst Kontaktperson und durfte deshalb nicht zur Arbeit kommen. Während dieser Zeit wurde ich nach meiner Erinnerung mehrfach täglich angerufen und gefragt, ob ich nun positiv sei. Teilweise wurde dabei sinngemäß vermittelt, dass ich ansonsten ja wieder zur Arbeit kommen könne. Das habe ich damals als sehr belastend empfunden.
Auch die damalige Corona-Prämie ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Als die Prämie für die Beschäftigten zur Auszahlung an die Betriebe ging, fragten wir nach, wann wir diese erhalten würden. Die Antwort, die ich damals bekam, war sinngemäß, dass bereits genug Minus gemacht worden sei und wir schließlich alle frei gehabt hätten bzw. in Kurzarbeit gewesen seien – deshalb würden wir die Prämie nicht bekommen.
Auch beim Thema persönliches Erscheinungsbild habe ich Erfahrungen gemacht, die ich bis heute kritisch sehe. Ich habe an beiden Armen Tattoos, unter anderem einen Kolibri und Hibiskusblüten. Während meiner Tätigkeit wurde von mir verlangt, diese im Arbeitsalltag abzudecken. Als ich mich insbesondere im Sommer irgendwann dagegen ausgesprochen habe, wurde mir ein Heft mit möglichen Arbeitsanweisungen vorgelegt. Darin war sinngemäß geregelt, dass Tätowierungen mit beispielsweise rechtsextremen Symbolen, Totenköpfen oder Darstellungen von Nacktheit abgedeckt werden sollten. Meine eigenen Tattoos hatten mit solchen Darstellungen selbstverständlich nichts zu tun. Für mich stellte sich deshalb die Frage, warum ich meine unauffälligen, nicht anstößigen Tattoos trotzdem dauerhaft abdecken sollte.
Zum Montessori-Thema möchte ich noch etwas ergänzen, da ich selbst von Januar 2019 bis April 2022 als Fachkraft in der Einrichtung gearbeitet habe. Mir wurde damals sogar das Montessori-Diplom finanziert. Aus meiner eigenen Erfahrung reicht ein Diplom allein jedoch nicht aus, um Montessori im Alltag wirklich umzusetzen. Für mich lebt das Konzept vor allem davon, dass das gesamte Team dahintersteht und es im täglichen Umgang mit den Kindern gemeinsam trägt. Wenn nur einzelne Personen versuchen, nach Montessori zu arbeiten, empfand ich eine konsequente Umsetzung im Alltag als schwierig.
Während meiner Zeit in der Einrichtung habe ich eine sehr starke Personalfluktuation erlebt. Nach meiner Erinnerung haben in den etwas mehr als drei Jahren, in denen ich dort gearbeitet habe, ungefähr 20 Mitarbeitende die Einrichtung verlassen. Als ich gegangen bin, war das Team im Vergleich zu meinem Beginn zu einem großen Teil neu besetzt.
Meine eigene Zeit dort habe ich insgesamt als sehr belastend erlebt. Ich habe regelmäßig wegen der Arbeit geweint und mich häufig mit Situationen konfrontiert gesehen, die für mich emotional sehr schwierig waren. Kritik anzusprechen empfand ich nach meiner Erfahrung als kaum möglich. Auch den Umgangston habe ich häufig als respektlos empfunden. (vom Administrator gelöscht)
Zusätzlich erhielt ich während meiner Beschäftigung eine Abmahnung im Zusammenhang mit einem Vorfall aus meinem Privatleben außerhalb der Einrichtung. Diese Abmahnung empfand ich persönlich als unangemessen.
Das sind meine persönlichen Erfahrungen und meine Wahrnehmung aus meiner damaligen Zeit in der Einrichtung. Aufgrund dieser Erfahrungen würde ich die Einrichtung als Arbeitgeber für mich persönlich nicht weiterempfehlen.
Haben Sie in der Zeit bei Zinnoberhaus Maxvorstadt auch positive Erfahrungen gesammelt, die Ihnen geholfen haben, in Ihrer beruflichen Laufbahn weiterzukommen?
Ja. Das Montessori-Diplom, das mir während meiner Zeit dort finanziert wurde, hat mir sicherlich einige Türen geöffnet und dafür bin ich auch dankbar. Gleichzeitig habe ich gelernt, genauer hinzuschauen und mich nicht allein vom äußeren Schein überzeugen zu lassen.
Ich bin außerdem deutlich schlagfertiger geworden und habe gelernt, für mich selbst einzustehen und Grenzen zu setzen. Besonders wichtig war für mich die Erkenntnis, dass Arbeit und Privatleben zwei unterschiedliche Bereiche sind. Heute würde ich viel früher und deutlicher klarstellen: Mein Arbeitgeber darf meine berufliche Leistung beurteilen – mein Privatleben gehört jedoch mir.
Insofern habe ich aus dieser Zeit durchaus etwas für meinen weiteren beruflichen und persönlichen Weg mitgenommen.
Besonders nachdem relevante Fortbildungen unterstützt wurden, lässt sich vermuten, dass es auch positive Aspekte gab. Welche spezifischen Maßnahmen oder Ereignisse haben dabei geholfen, solch wichtige persönliche und berufliche Entwicklungen zu erfahren?
Ich kenne das Zinnoberhaus nicht nur von außen, sondern habe über längere Zeit sehr eng mit der Einrichtung, der Leitung und dem Träger gearbeitet. Deshalb fällt meine Einschätzung wahrscheinlich auch etwas differenzierter aus als eine klassische Bewertung.
Was mir besonders positiv in Erinnerung geblieben ist, ist die Mischung aus Menschlichkeit und Klarheit. Das Zinnoberhaus hat aus meiner Sicht einen sehr hohen Anspruch an die eigene Arbeit und an den Umgang miteinander. Gleichzeitig wird aber nicht so getan, als wäre immer alles einfach oder harmonisch. Es gibt schwierige Themen, unterschiedliche Meinungen und natürlich auch Situationen, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen, die nicht jedem gefallen.
Gerade in der Zusammenarbeit mit der Führungsebene habe ich erlebt, dass Wert auf Beteiligung und Entwicklung gelegt wird, ohne dabei beliebig zu werden. Es gibt klare Erwartungen an Verantwortungsübernahme, Verlässlichkeit und die Qualität der eigenen Arbeit. Wenn diese dauerhaft nicht erfüllt werden, wird das auch benannt und entsprechend gehandelt. Für mich ist das ein wichtiger Punkt guter Führung: wertschätzend zu sein bedeutet eben nicht, alles laufen zu lassen.
Interessant fand ich dabei auch, dass ähnliche Rückmeldungen nicht nur von Führungskräften kamen. Gerade von langjährigen Mitarbeitenden habe ich immer wieder gehört, dass sie die Verlässlichkeit, die Entwicklung der Einrichtung und den grundsätzlich offenen Umgang miteinander schätzen. Natürlich gab es auch kritische Stimmen – und die gehören für mich ausdrücklich dazu. Eine Organisation, in der alle immer nur zufrieden sind, würde ich eher skeptisch betrachten.
Ich habe das Zinnoberhaus insbesondere in Zeiten erlebt, in denen sehr viel gleichzeitig bewältigt werden musste. Gerade dann zeigt sich, ob Führung und Zusammenarbeit wirklich funktionieren. Und auch wenn sicher nicht jede Entscheidung perfekt war, habe ich erlebt, dass Verantwortung übernommen, Dinge reflektiert und bei Bedarf auch Kurskorrekturen vorgenommen wurden.
Was ich vom Zinnoberhaus mitnehme, ist deshalb vor allem der Eindruck einer Organisation, die ihre Mitarbeitenden ernst nimmt, ihnen etwas zutraut, aber eben auch etwas erwartet. Für mich ist das eine ziemlich gute Kombination: menschlich im Umgang, offen für Entwicklung und gleichzeitig klar in den eigenen Ansprüchen.
Wie beeindruckend, dass das Zinnoberhaus diese Kombination aus Menschlichkeit und Klarheit so gut umsetzt! Könnten Sie erzählen, welche spezifischen Programme oder Aktivitäten dort besonders erwähnenswert sind?
Ja, stimme absolut zu!
Ich war für 10 Tage als Zeitarbeitskraft zum Einspringen da, weil es Ausfälle bei den festangestellten Mitarbeitenden gab. Dadurch konnten die Öffnungszeiten wie geplant aufrechterhalten werden.
Ich habe mich von Anfang an super wohlgefühlt. Das ganze Team und auch die Leitungen waren total nett und offen. Ich habe sogar direkt gesagt, dass ich mir eine Übernahme gut vorstellen könnte, aber leider war aktuell kein Platz frei.
Da ich durch meine Arbeit in verschiedenen Häusern unterwegs bin, muss ich sagen: So ein schönes und vor allem sauberes Haus sieht man wirklich selten. Auch die vielen tollen Materialien sind mir positiv aufgefallen.
Ich würde jederzeit wieder zum Unterstützen kommen und würde mich natürlich freuen, wenn sich irgendwann doch die Möglichkeit für eine Übernahme ergibt. 😊
Klingt nach einem richtig starken Haus! Besonders Sauberkeit und Materialausstattung stechen heraus. Welche Aufgaben gab es dort genau als Zeitarbeitskraft, und wie lief die Einarbeitung trotz Personalausfällen ab?
Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen gemacht und schätze vor allem die freundliche und angenehme Atmosphäre. Mir wurde sogar das Diplom finanziert, wofür ich wirklich sehr dankbar bin. Ich weiß, dass das keine Selbstverständlichkeit ist und bin froh, diese Möglichkeit bekommen zu haben.
Natürlich empfindet das nicht jeder genauso. Ich denke, das hängt auch stark von den eigenen Erfahrungen und der jeweiligen Persönlichkeit ab.
Als ehemalige Fachkraft kann ich nachvollziehen, dass sich ausgerechnet die ehemaligen Kollegen beschweren, die selbst im Team wiederholt unangenehm aufgefallen sind und bei denen es letztlich dazu kam, dass sich das gesamte Team gegen sie gestellt hat.
ja, das stimmt, wir werden aktiv miteinbezogen in die Auswahl von Kollegen und sind froh Zeitarbeit zu haben, so sind wir immer gut besetzt, auch wenn Mitarbeiter die viel ausfallen das Team sehr belasten.
Schöne praktikumzeit dort verbracht 🙂
Sehr angenehme Arbeitsatmosphäre und tolles kreatives Arbeitsumfeld.
Hallo Katja,
ich grüße Dich.
Von einer Mitarbeiterin des Zinnoberhauses habe ich heute (14 Juli 2026) erfahren, dass Du dort gar nicht mehr arbeitest.
Das ist ja interessant !(vom Administrator gelöscht)
Montessori, Safe Professor Brisch, Pikler Pädagogik, Jesper Juul, Bio Ernährung, Bildungsplan, Kunst
Wir profitieren von sehr spezifischen Schulungen, die uns dabei unterstützen, unsere Fachkenntnisse zu erweitern und uns weiterzuentwickeln.
Ich bin seit vielen Jahren Teil des Zinnoberhaus Teams. Und ich weiß: Nicht nur Aufgaben machen den Alltag aus - sondern auch die Atmosphäre - für die wir alle mitverantwortlich sind! Wo Menschen zusammenarbeiten wird es manchmal schwierig - aber wir glauben an Klarheit, Gespräch und Entwicklung.
Wer sich einbringen will ist bei uns willkommen.
Wie werden neue Teammitglieder unterstützt, um sich gut einzubringen und wie wird konkret auf ihre Ideen oder Vorschläge eingegangen?
Neue Teammitglieder werden bei uns von Beginn an aktiv in die Gestaltung des pädagogischen Alltags einbezogen. Sie erhalten die Möglichkeit, sich mit ihren Ideen und Stärken konkret einzubringen – etwa bei der Mitgestaltung des Tagesablaufs, der Raumgestaltung und der Speiseplanung. Vorschläge und Anregungen finden in regelmäßigen Feedbackgesprächen, bei Teamtagen sowie im Rahmen der individuellen Entwicklungsplanung Gehör.
Darüber hinaus können Mitarbeitende ihre pädagogischen Schwerpunkte im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Interessen frei wählen und weiterentwickeln. Für Einkäufe pädagogischer Materialien werden Wunsch- und Bestelllisten genutzt, die von den Mitarbeitenden gestaltet werden und so gut wie immer 1:1 umgesetzt werden. Fortbildungen werden gezielt unterstützt, um fachliche Impulse aufzugreifen und das Team weiter zu stärken. Auf diese Weise fördern wir ein wertschätzendes, beteiligungsorientiertes Miteinander und eine lebendige pädagogische Kultur. Echte Partizipation! Wer will der kann, so ist das aus meiner Erinnerungsperspektive -
Welche Fortbildungsmöglichkeiten werden im Zinnoberhaus angeboten, und wie wird dabei sichergestellt, dass die Interessen und Stärken der Mitarbeitenden berücksichtigt werden? Gibt es spezielle Themen oder Schwerpunkte, die bevorzugt behandelt werden? Danke :)
Man kann sich jederzeit mit Wünschen zu Fortbildungen die zum Konzept und der Aufgabe passen an das Haus wenden. Gerne nenne ich Ihnen ein paar wenige Beispiele: §8a, §47, Gewaltprävention, Vorkurs Deutsch, Grenzverletzungen, Sexualpädagogik, Erste Hilfe, Digitalisierung, Medienpädagogik nur um ein paar wenige zu nennen. Viele hiervon finden jährlich oder turnusmäßig statt. Wir erhalten regelmäßig Fortbildungsangebot und dürfen dann frei wählen. Übrigens werden auch de Kosten von bestandenen Sprachkursen vollumfänglich übernommen.