Bewertungen Zinnoberhaus Maxvorstadt
ja, das stimmt, wir werden aktiv miteinbezogen in die Auswahl von Kollegen und sind froh Zeitarbeit zu haben, so sind wir immer gut besetzt, auch wenn Mitarbeiter die viel ausfallen das Team sehr belasten.
Ich habe eine schöne Zeit dort und finde, es wird sehr auf die Personalauswahl geachtet. Ich kann das Haus sehr empfehlen, ich weiss, das Leitungsteam prüft sorgfältig und nimmt niemanden der im Lebenslauf schon unendliche Wechselerfahrungen gemacht hat. Da greifen Sie dann lieber auf Zeitarbeiter zurück um so lange zu suchen, bis ein Mitarbeiter passt. Und Wechsel und schwierige Mitarbeiter gibt es ja leider überal
Ich war für 10 Tage als Zeitarbeitskraft zum Einspringen da, weil es Ausfälle bei den festangestellten Mitarbeitenden gab. Dadurch konnten die Öffnungszeiten wie geplant aufrechterhalten werden.
Ich habe mich von Anfang an super wohlgefühlt. Das ganze Team und auch die Leitungen waren total nett und offen. Ich habe sogar direkt gesagt, dass ich mir eine Übernahme gut vorstellen könnte, aber leider war aktuell kein Platz frei.
Da ich durch meine Arbeit in verschiedenen Häusern unterwegs bin, muss ich sagen: So ein schönes und vor allem sauberes Haus sieht man wirklich selten. Auch die vielen tollen Materialien sind mir positiv aufgefallen.
Ich würde jederzeit wieder zum Unterstützen kommen und würde mich natürlich freuen, wenn sich irgendwann doch die Möglichkeit für eine Übernahme ergibt. 😊
Hi, ich habe auch mal ein paar Tage im August ausgeholfen, weil es zu vermehrten Krankheiten kam. Scheint ja ein Klassiker zu sein. Ich fand die alle voll sympathisch. Durchgängig.
Ich kenne das Zinnoberhaus nicht nur von außen, sondern habe über längere Zeit sehr eng mit der Einrichtung, der Leitung und dem Träger gearbeitet. Deshalb fällt meine Einschätzung wahrscheinlich auch etwas differenzierter aus als eine klassische Bewertung.
Was mir besonders positiv in Erinnerung geblieben ist, ist die Mischung aus Menschlichkeit und Klarheit. Das Zinnoberhaus hat aus meiner Sicht einen sehr hohen Anspruch an die eigene Arbeit und an den Umgang miteinander. Gleichzeitig wird aber nicht so getan, als wäre immer alles einfach oder harmonisch. Es gibt schwierige Themen, unterschiedliche Meinungen und natürlich auch Situationen, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen, die nicht jedem gefallen.
Gerade in der Zusammenarbeit mit der Führungsebene habe ich erlebt, dass Wert auf Beteiligung und Entwicklung gelegt wird, ohne dabei beliebig zu werden. Es gibt klare Erwartungen an Verantwortungsübernahme, Verlässlichkeit und die Qualität der eigenen Arbeit. Wenn diese dauerhaft nicht erfüllt werden, wird das auch benannt und entsprechend gehandelt. Für mich ist das ein wichtiger Punkt guter Führung: wertschätzend zu sein bedeutet eben nicht, alles laufen zu lassen.
Interessant fand ich dabei auch, dass ähnliche Rückmeldungen nicht nur von Führungskräften kamen. Gerade von langjährigen Mitarbeitenden habe ich immer wieder gehört, dass sie die Verlässlichkeit, die Entwicklung der Einrichtung und den grundsätzlich offenen Umgang miteinander schätzen. Natürlich gab es auch kritische Stimmen – und die gehören für mich ausdrücklich dazu. Eine Organisation, in der alle immer nur zufrieden sind, würde ich eher skeptisch betrachten.
Ich habe das Zinnoberhaus insbesondere in Zeiten erlebt, in denen sehr viel gleichzeitig bewältigt werden musste. Gerade dann zeigt sich, ob Führung und Zusammenarbeit wirklich funktionieren. Und auch wenn sicher nicht jede Entscheidung perfekt war, habe ich erlebt, dass Verantwortung übernommen, Dinge reflektiert und bei Bedarf auch Kurskorrekturen vorgenommen wurden.
Was ich vom Zinnoberhaus mitnehme, ist deshalb vor allem der Eindruck einer Organisation, die ihre Mitarbeitenden ernst nimmt, ihnen etwas zutraut, aber eben auch etwas erwartet. Für mich ist das eine ziemlich gute Kombination: menschlich im Umgang, offen für Entwicklung und gleichzeitig klar in den eigenen Ansprüchen.
Hey, ich arbeite aktuell dort und kann nur sagen, dass alles sehr angenehm läuft.
Ein Kindergarten - eine Krippe,
ist kein Wohlfühl-Kaffeeklatsch ❗️❗️❗️
Auffällig finde ich einige der jüngsten 5-Sterne-Bewertungen.
„Alle sympathisch“, „alles sehr angenehm“ und persönliches Wohlbefinden mögen für Mitarbeitende erfreulich sein – sie sind jedoch noch kein Qualitätsnachweis für eine Kindertageseinrichtung.
Mich interessiert bei einer Kita etwas anderes: Wie gut ist die pädagogische Arbeit? Wie qualifiziert und kontinuierlich ist das Fachpersonal ❓️
Vor allem der Kopf des Hauses in diesem Fall DIE TRÄGERIN C.M.
Wie werden Kinder begleitet ?
Welche pädagogischen Angebote finden tatsächlich statt?
Wie professionell ist die Elternarbeit?
Wie wird mit Kritik umgegangen?
Und vor allem: Wie konsequent steht das Kindeswohl im Mittelpunkt ❓️❓️❓️
Wer nur wenige Tage als Zeitarbeitskraft in einer Einrichtung verbringt, kann durchaus einen sympathischen Eindruck gewinnen.
Aber ein paar angenehme Arbeitstage erlauben kaum eine fundierte Beurteilung der langfristigen pädagogischen Qualität.
Während meiner fünfmonatigen Tätigkeit habe ich erheblich tiefer in den Alltag dieser Einrichtung Einblick erhalten.
Und genau deshalb reicht mir die immer wieder beschriebene „Wohlfühlatmosphäre“ als Qualitätsmerkmal nicht aus.
Gute Pädagogik kann sogar unbequem sein.
Sie verlangt Fachlichkeit, Selbstreflexion, Verlässlichkeit und den Mut, Missstände anzusprechen.
Eine professionelle Fachkraft muss einer TRÄGERIN nicht danach gefallen,
wie angenehm und kritiklos sie ist.
Sie trägt zuerst Verantwortung gegenüber den ihr anvertrauten Kindern ❗️
Eine schöne Atmosphäre ist willkommen. Sie ersetzt aber keine pädagogische Qualität.
Sympathie ersetzt keine Fachkompetenz.
Und Wohlfühlen ersetzt keine Verantwortung.
Eine Einrichtung zeigt ihre tatsächliche Führungskultur nicht daran, wie sie mit Zustimmung umgeht, sondern daran, wie sie mit fachlich begründeter Kritik und Mitarbeitenden umgeht, die widersprechen.
Natürlich nur wenn sie dazu in der Lage ist -
ist die Trägerin C.M. das ❓️
Eindeutig : NEIN ❗️
Ich kenne das Zinnoberhaus nicht nur von außen, sondern habe über längere Zeit sehr eng mit der Einrichtung, der Leitung und dem Träger gearbeitet. Deshalb fällt meine Einschätzung wahrscheinlich auch etwas differenzierter aus als eine klassische Bewertung.
Was mir besonders positiv in Erinnerung geblieben ist, ist die Mischung aus Menschlichkeit und Klarheit. Das Zinnoberhaus hat aus meiner Sicht einen sehr hohen Anspruch an die eigene Arbeit und an den Umgang miteinander. Gleichzeitig wird aber nicht so getan, als wäre immer alles einfach oder harmonisch. Es gibt schwierige Themen, unterschiedliche Meinungen und natürlich auch Situationen, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen, die nicht jedem gefallen.
Gerade in der Zusammenarbeit mit der Führungsebene habe ich erlebt, dass Wert auf Beteiligung und Entwicklung gelegt wird, ohne dabei beliebig zu werden. Es gibt klare Erwartungen an Verantwortungsübernahme, Verlässlichkeit und die Qualität der eigenen Arbeit. Wenn diese dauerhaft nicht erfüllt werden, wird das auch benannt und entsprechend gehandelt. Für mich ist das ein wichtiger Punkt guter Führung: wertschätzend zu sein bedeutet eben nicht, alles laufen zu lassen.
Interessant fand ich dabei auch, dass ähnliche Rückmeldungen nicht nur von Führungskräften kamen. Gerade von langjährigen Mitarbeitenden habe ich immer wieder gehört, dass sie die Verlässlichkeit, die Entwicklung der Einrichtung und den grundsätzlich offenen Umgang miteinander schätzen. Natürlich gab es auch kritische Stimmen – und die gehören für mich ausdrücklich dazu. Eine Organisation, in der alle immer nur zufrieden sind, würde ich eher skeptisch betrachten.
Ich habe das Zinnoberhaus insbesondere in Zeiten erlebt, in denen sehr viel gleichzeitig bewältigt werden musste. Gerade dann zeigt sich, ob Führung und Zusammenarbeit wirklich funktionieren. Und auch wenn sicher nicht jede Entscheidung perfekt war, habe ich erlebt, dass Verantwortung übernommen, Dinge reflektiert und bei Bedarf auch Kurskorrekturen vorgenommen wurden.
Was ich vom Zinnoberhaus mitnehme, ist deshalb vor allem der Eindruck einer Organisation, die ihre Mitarbeitenden ernst nimmt, ihnen etwas zutraut, aber eben auch etwas erwartet. Für mich ist das eine ziemlich gute Kombination: menschlich im Umgang, offen für Entwicklung und gleichzeitig klar in den eigenen Ansprüchen.
Ex " Führungskraft❓️"
Bemerkenswert !?
Dieser Text wurde hier nahezu wortgleich veröffentlicht.
Wiederholung macht eine Bewertung nicht aussagekräftiger.
Entscheidend bleibt für mich die Frage,
die in all diesen HOCHGLANZBESCHREIBUNGEN nicht vorkommt :
WAS BEDEUTET DAS ALLES FÜR DIE PÄDAGOGISCHE QUALITÄT UND FÜR DIE KINDER, FRAU TRÄGERIN C.M ❓️
Hi, ich habe auch mal ein paar Tage im August ausgeholfen, weil es zu vermehrten Krankheiten kam. Scheint ja ein Klassiker zu sein. Ich fand die alle voll sympathisch. Durchgängig.
Hey, ich arbeite aktuell dort und kann nur sagen, dass alles sehr angenehm läuft.
Die Konzeption verspricht viel,
der Alltag hält wenig !
Nach meiner fünfmonatigen Tätigkeit im Zinnoberhaus fällt meine Bewertung leider deutlich kritisch aus.
Die Außendarstellung und die ansprechenden Räumlichkeiten vermitteln einen hohen pädagogischen Anspruch.
Meine Erfahrungen im tatsächlichen Alltag standen dazu jedoch in erheblichem Widerspruch.
Besonders problematisch empfand ich, dass für mich das Kindeswohl nicht erkennbar an erster Stelle stand.
Bereits während meiner eigenen Tätigkeit erlebte ich bei einer Mitarbeiterin, die als Gruppenleitung eingesetzt ist, einen aus meiner Sicht unangemessenen Umgang mit einem Kind.
Inzwischen ist mir bekannt geworden, dass es mit derselben Mitarbeiterin erneut einen Vorfall im Umgang mit einem Kind gegeben hat und sie daraufhin zunächst freigestellt wurde.
Dennoch wird sie weiterhin beschäftigt und ist nach wie vor als Gruppenleitung tätig.
Für mich wirft gerade der Umgang mit solchen wiederholten Vorkommnissen die ernsthafte Frage auf, welchen Stellenwert Kindeswohl, pädagogische Verantwortung und fachliche Konsequenz in dieser Einrichtung tatsächlich haben.
Hinzu kommt eine aus meiner Erfahrung außergewöhnlich hohe Personalfluktuation.
Auch aktuell wird nach meiner Kenntnis in erheblichem Umfang mit Zeitarbeitskräften gearbeitet, die kommen & gehen.
Eine kontinuierliche, fachlich starke Stammbesetzung, die Kindern Sicherheit, Orientierung und verlässliche Beziehungen ermöglicht, habe ich so nicht erlebt.
Auch die Vorstellung eines „Trägerteams“ entspricht nicht dem, was ich während meiner Tätigkeit wahrgenommen habe.
Tatsächlich erlebte ich die Einrichtung als weitgehend von der Trägerin C. M.
allein bestimmt !
Für mich eine One-Woman-Show mit einer erheblichen Konzentration von Entscheidungen bei einer Person. Personalentscheidungen waren für mich teilweise schwer nachvollziehbar und konnten ausgesprochen kurzfristig erfolgen.
Besonders groß empfinde ich die Diskrepanz zwischen Konzeption, Außendarstellung und gelebter Wirklichkeit.
Eine anspruchsvoll formulierte pädagogische Konzeption nützt Kindern wenig, wenn es im Alltag an personeller Kontinuität, erfahrenen und engagierten Fachkräften, durchdachten pädagogischen Angeboten und professioneller Elternarbeit fehlt.
Auch bei der pädagogischen Führung ( seitens der Trägerin C.M. ) sehe ich erhebliche Defizite.
Nach meiner Erfahrung fehlten sowohl eine fundierte Anleitung der Mitarbeitenden als auch die für eine Kinderkrippe und einen Kindergarten notwendige praktische pädagogische Erfahrung.
Gerade der Kopf des Hauses ( Trägerin C.M. )
sollte nicht nur organisatorisch verwalten, sondern pädagogische Qualität vorleben, Mitarbeitende fachlich begleiten und einen professionellen Dialog mit Eltern führen können.
Auch im Umgang mit Eltern habe ich erlebt, dass kritische Nachfragen und unterschiedliche Auffassungen nicht selbstverständlich als Gelegenheit zum fachlichen Dialog verstanden wurden.
Eltern verließen die Einrichtung selbst; zugleich erlebte ich, dass Betreuungsverhältnisse seitens der Einrichtung sehr schnell beendet werden konnten, wenn Eltern kritisch nachfragten oder Konflikte entstanden.
Die Räumlichkeiten sind tatsächlich schön, großzügig ausgestattet und ansprechend. Das möchte ich ausdrücklich anerkennen.
Aber schöne Räume sind noch keine gute Kita.
Sie ersetzen weder qualifizierte und engagierte Fachkräfte noch personelle Kontinuität, pädagogische Kompetenz, stabile Beziehungen zu den Kindern, professionelle Elternarbeit oder eine fachlich erfahrene Trägerin !
Angesichts der ausgesprochen positiven, sich eigenartig häufenden ( ??? ) Bewertungen möchte ich deshalb meine eigene Erfahrung bewusst danebenstellen.
Entscheidend sollte bei einer Kindertageseinrichtung nicht sein, wie überzeugend sie sich nach außen präsentiert, sondern was Kinder, Eltern und Mitarbeitende im Alltag tatsächlich erleben.
Und genau zwischen diesen beiden Ebenen habe ich im Zinnoberhaus eine erhebliche Lücke wahrgenommen.
Dieses Haus ist meiner Beurteilung nach,
nicht zu empfehlen.
Weder Familien, Fachkräften, noch Auszubildenden - OBACHT !
Ich kann viele der hier beschriebenen Erfahrungen aus meiner eigenen Zeit im Zinnoberhaus bestätigen. Ich war von Januar 2019 bis April 2022 als Fachkraft dort tätig.
Auch ich habe eine deutliche Diskrepanz zwischen dem pädagogischen Anspruch nach außen und meinen tatsächlichen Erfahrungen im Alltag wahrgenommen. Die schönen und großzügigen Räumlichkeiten möchte ich dabei gar nicht schlechtreden – allerdings habe auch ich mich bei manchen Anschaffungen gefragt, ob diese wirklich im Verhältnis zum pädagogischen Alltag stehen. Beispielsweise gab es einen Wäschekorb für etwa 150 €. Gerade in einer Kindertageseinrichtung habe ich mich damals gefragt, ob solche Ausgaben tatsächlich Priorität haben sollten.
Besonders prägend war für mich die Zeit während der Corona-Pandemie. Vor dem ersten Lockdown saßen wir als Mitarbeitende gemeinsam in der Einrichtung und warteten auf den angekündigten Anruf der Trägerin. Es war bereits bekannt, dass ab Montag geschlossen werden sollte. Uns wurde jedoch sinngemäß vermittelt: „Solange es die Trägerin nicht bestätigt, haben wir geöffnet.“
Später war ich selbst Kontaktperson und durfte deshalb nicht zur Arbeit kommen. Während dieser Zeit wurde ich nach meiner Erinnerung mehrfach täglich angerufen und gefragt, ob ich nun positiv sei. Teilweise wurde dabei sinngemäß vermittelt, dass ich ansonsten ja wieder zur Arbeit kommen könne. Das habe ich damals als sehr belastend empfunden.
Auch die damalige Corona-Prämie ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Als die Prämie für die Beschäftigten zur Auszahlung an die Betriebe ging, fragten wir nach, wann wir diese erhalten würden. Die Antwort, die ich damals bekam, war sinngemäß, dass bereits genug Minus gemacht worden sei und wir schließlich alle frei gehabt hätten bzw. in Kurzarbeit gewesen seien – deshalb würden wir die Prämie nicht bekommen.
Auch beim Thema persönliches Erscheinungsbild habe ich Erfahrungen gemacht, die ich bis heute kritisch sehe. Ich habe an beiden Armen Tattoos, unter anderem einen Kolibri und Hibiskusblüten. Während meiner Tätigkeit wurde von mir verlangt, diese im Arbeitsalltag abzudecken. Als ich mich insbesondere im Sommer irgendwann dagegen ausgesprochen habe, wurde mir ein Heft mit möglichen Arbeitsanweisungen vorgelegt. Darin war sinngemäß geregelt, dass Tätowierungen mit beispielsweise rechtsextremen Symbolen, Totenköpfen oder Darstellungen von Nacktheit abgedeckt werden sollten. Meine eigenen Tattoos hatten mit solchen Darstellungen selbstverständlich nichts zu tun. Für mich stellte sich deshalb die Frage, warum ich meine unauffälligen, nicht anstößigen Tattoos trotzdem dauerhaft abdecken sollte.
Zum Montessori-Thema möchte ich noch etwas ergänzen, da ich selbst von Januar 2019 bis April 2022 als Fachkraft in der Einrichtung gearbeitet habe. Mir wurde damals sogar das Montessori-Diplom finanziert. Aus meiner eigenen Erfahrung reicht ein Diplom allein jedoch nicht aus, um Montessori im Alltag wirklich umzusetzen. Für mich lebt das Konzept vor allem davon, dass das gesamte Team dahintersteht und es im täglichen Umgang mit den Kindern gemeinsam trägt. Wenn nur einzelne Personen versuchen, nach Montessori zu arbeiten, empfand ich eine konsequente Umsetzung im Alltag als schwierig.
Während meiner Zeit in der Einrichtung habe ich eine sehr starke Personalfluktuation erlebt. Nach meiner Erinnerung haben in den etwas mehr als drei Jahren, in denen ich dort gearbeitet habe, ungefähr 20 Mitarbeitende die Einrichtung verlassen. Als ich gegangen bin, war das Team im Vergleich zu meinem Beginn zu einem großen Teil neu besetzt.
Meine eigene Zeit dort habe ich insgesamt als sehr belastend erlebt. Ich habe regelmäßig wegen der Arbeit geweint und mich häufig mit Situationen konfrontiert gesehen, die für mich emotional sehr schwierig waren. Kritik anzusprechen empfand ich nach meiner Erfahrung als kaum möglich. Auch den Umgangston habe ich häufig als respektlos empfunden. Ich selbst habe erlebt, dass Mitarbeitende in Anwesenheit der Kinder laut angeschrien wurden.
Zusätzlich erhielt ich während meiner Beschäftigung eine Abmahnung im Zusammenhang mit einem Vorfall aus meinem Privatleben außerhalb der Einrichtung. Diese Abmahnung empfand ich persönlich als unangemessen.
Das sind meine persönlichen Erfahrungen und meine Wahrnehmung aus meiner damaligen Zeit in der Einrichtung. Aufgrund dieser Erfahrungen würde ich die Einrichtung als Arbeitgeber für mich persönlich nicht weiterempfehlen.
Haben Sie in der Zeit bei Zinnoberhaus Maxvorstadt auch positive Erfahrungen gesammelt, die Ihnen geholfen haben, in Ihrer beruflichen Laufbahn weiterzukommen?
Ja. Das Montessori-Diplom, das mir während meiner Zeit dort finanziert wurde, hat mir sicherlich einige Türen geöffnet und dafür bin ich auch dankbar. Gleichzeitig habe ich gelernt, genauer hinzuschauen und mich nicht allein vom äußeren Schein überzeugen zu lassen.
Ich bin außerdem deutlich schlagfertiger geworden und habe gelernt, für mich selbst einzustehen und Grenzen zu setzen. Besonders wichtig war für mich die Erkenntnis, dass Arbeit und Privatleben zwei unterschiedliche Bereiche sind. Heute würde ich viel früher und deutlicher klarstellen: Mein Arbeitgeber darf meine berufliche Leistung beurteilen – mein Privatleben gehört jedoch mir.
Insofern habe ich aus dieser Zeit durchaus etwas für meinen weiteren beruflichen und persönlichen Weg mitgenommen.
Besonders nachdem relevante Fortbildungen unterstützt wurden, lässt sich vermuten, dass es auch positive Aspekte gab. Welche spezifischen Maßnahmen oder Ereignisse haben dabei geholfen, solch wichtige persönliche und berufliche Entwicklungen zu erfahren?
Ich kenne das Zinnoberhaus nicht nur von außen, sondern habe über längere Zeit sehr eng mit der Einrichtung, der Leitung und dem Träger gearbeitet. Deshalb fällt meine Einschätzung wahrscheinlich auch etwas differenzierter aus als eine klassische Bewertung.
Was mir besonders positiv in Erinnerung geblieben ist, ist die Mischung aus Menschlichkeit und Klarheit. Das Zinnoberhaus hat aus meiner Sicht einen sehr hohen Anspruch an die eigene Arbeit und an den Umgang miteinander. Gleichzeitig wird aber nicht so getan, als wäre immer alles einfach oder harmonisch. Es gibt schwierige Themen, unterschiedliche Meinungen und natürlich auch Situationen, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen, die nicht jedem gefallen.
Gerade in der Zusammenarbeit mit der Führungsebene habe ich erlebt, dass Wert auf Beteiligung und Entwicklung gelegt wird, ohne dabei beliebig zu werden. Es gibt klare Erwartungen an Verantwortungsübernahme, Verlässlichkeit und die Qualität der eigenen Arbeit. Wenn diese dauerhaft nicht erfüllt werden, wird das auch benannt und entsprechend gehandelt. Für mich ist das ein wichtiger Punkt guter Führung: wertschätzend zu sein bedeutet eben nicht, alles laufen zu lassen.
Interessant fand ich dabei auch, dass ähnliche Rückmeldungen nicht nur von Führungskräften kamen. Gerade von langjährigen Mitarbeitenden habe ich immer wieder gehört, dass sie die Verlässlichkeit, die Entwicklung der Einrichtung und den grundsätzlich offenen Umgang miteinander schätzen. Natürlich gab es auch kritische Stimmen – und die gehören für mich ausdrücklich dazu. Eine Organisation, in der alle immer nur zufrieden sind, würde ich eher skeptisch betrachten.
Ich habe das Zinnoberhaus insbesondere in Zeiten erlebt, in denen sehr viel gleichzeitig bewältigt werden musste. Gerade dann zeigt sich, ob Führung und Zusammenarbeit wirklich funktionieren. Und auch wenn sicher nicht jede Entscheidung perfekt war, habe ich erlebt, dass Verantwortung übernommen, Dinge reflektiert und bei Bedarf auch Kurskorrekturen vorgenommen wurden.
Was ich vom Zinnoberhaus mitnehme, ist deshalb vor allem der Eindruck einer Organisation, die ihre Mitarbeitenden ernst nimmt, ihnen etwas zutraut, aber eben auch etwas erwartet. Für mich ist das eine ziemlich gute Kombination: menschlich im Umgang, offen für Entwicklung und gleichzeitig klar in den eigenen Ansprüchen.
Wie beeindruckend, dass das Zinnoberhaus diese Kombination aus Menschlichkeit und Klarheit so gut umsetzt! Könnten Sie erzählen, welche spezifischen Programme oder Aktivitäten dort besonders erwähnenswert sind?
Ja, stimme absolut zu!
Ich war für 10 Tage als Zeitarbeitskraft zum Einspringen da, weil es Ausfälle bei den festangestellten Mitarbeitenden gab. Dadurch konnten die Öffnungszeiten wie geplant aufrechterhalten werden.
Ich habe mich von Anfang an super wohlgefühlt. Das ganze Team und auch die Leitungen waren total nett und offen. Ich habe sogar direkt gesagt, dass ich mir eine Übernahme gut vorstellen könnte, aber leider war aktuell kein Platz frei.
Da ich durch meine Arbeit in verschiedenen Häusern unterwegs bin, muss ich sagen: So ein schönes und vor allem sauberes Haus sieht man wirklich selten. Auch die vielen tollen Materialien sind mir positiv aufgefallen.
Ich würde jederzeit wieder zum Unterstützen kommen und würde mich natürlich freuen, wenn sich irgendwann doch die Möglichkeit für eine Übernahme ergibt. 😊
Klingt nach einem richtig starken Haus! Besonders Sauberkeit und Materialausstattung stechen heraus. Welche Aufgaben gab es dort genau als Zeitarbeitskraft, und wie lief die Einarbeitung trotz Personalausfällen ab?
Ich habe die Zusammenarbeit mit der Gründerin von Casa dei Bambini Montessori https://www.casa-dei-bambini-montessori.de, als fachlich durchaus kompetent, zwischenmenschlich jedoch teilweise sehr belastend erlebt.
In Teamsitzungen habe ich Situationen erlebt, in denen Kolleginnen und Kollegen in einem sehr scharfen bzw. lauten Ton angesprochen wurden. Auch der Umgang mit privaten Angelegenheiten von Mitarbeitenden empfand ich teilweise als grenzüberschreitend. Insgesamt entstand für mich dadurch eine Arbeitsatmosphäre, die stark von Druck und Unsicherheit geprägt war.
Auffällig fand ich außerdem die hohe personelle Unruhe und die wiederkehrenden Konflikte innerhalb ihrer Gruppe. In einem Fall hat sich nach meiner Wahrnehmung sogar eine komplette Gruppe personell aufgelöst. Auch über einen vergleichsweise hohen Krankenstand wurde im Zusammenhang mit dem Team gesprochen.
Ich möchte ausdrücklich nicht die fachliche Kompetenz absprechen – davon ist durchaus viel vorhanden. Meine Kritik bezieht sich vor allem auf Kommunikation, Führungsverhalten und den zwischenmenschlichen Umgang. Für mich persönlich fehlte hier eine ausreichende Grundlage aus Wertschätzung, Vertrauen und respektvoller Zusammenarbeit.
Ja, so ging es mir mit der kurzweiligen Kollegin Montessori Pädagogin und Gründerin von Casa dei Bambini Montessori https://www.casa-dei-bambini-montessori.de, auch. Ich kann das bestätigen. So möchte man nicht zusammenarbeiten.
An „Ehemalige Fachkraft“, „Ehemalige Montessori Pädagogin“, „Mir ist das ganz wichtig“ und „Zwack8“:
Welch bemerkenswerte Aktivität an diesem Samstagmorgen, dem 29. August 2026: 08:53 Uhr, 09:00 Uhr, 10:02 Uhr und 10:15 Uhr. 🥳
Ob hier vier Menschen unabhängig voneinander nahezu zeitgleich das dringende Bedürfnis verspürten, ihre Erfahrungen öffentlich mitzuteilen, oder ob der Samstagmorgen einfach besonders inspirierend wirkte, vermag ich selbstverständlich nicht zu beurteilen. Die zeitliche Dramaturgie darf jeder Leser selbst betrachten. 😉
Besonders interessant finde ich jedoch zwei Aussagen.
„Ehemalige Fachkraft“ berichtet, dass sich angeblich ein „gesamtes Team gegen“ einzelne Kollegen gestellt habe. Diesen Satz lasse ich ganz bewusst für sich stehen.
Er erzählt über eine Arbeitskultur möglicherweise mehr, als seine Verfasserin oder sein Verfasser beabsichtigt hat.
Und „Mir ist das ganz wichtig“ bescheinigt mir ausdrücklich, fachlich durchaus kompetent zu sein und dass davon „durchaus viel vorhanden“ sei. Herzlichen Dank. Diesen Teil Ihrer Einschätzung nehme ich gerne zur Kenntnis.
Apropos : Auf meiner Homepage,
(Dienstzeugnisse,Eltern, Kollegen, Kursteilnehmerinnen) wird Ihre Einschätzung ebenfalls bestätigt : " Frau, Mir ist das ganz wichtig. " 🙃
Dass Menschen meine Klarheit, Direktheit und meinen Anspruch an Zusammenarbeit unterschiedlich erleben, überrascht mich nicht. Kritik darf sein. Ebenso darf meine eigene Erfahrung bestehen bleiben – auch dann, wenn an einem Samstagmorgen ungewöhnlich viele Gegenstimmen beinahe im Stundentakt erscheinen.
Vier Namen, vier Stimmen, ein bemerkenswert enges Zeitfenster. Mehr muss ich dazu eigentlich nicht sagen.
Es gibt Orte, an denen fachliche Kompetenz & klare Kommunikation zum Wohle des Kindes nicht nur geschätzt, sondern erwartet werden.
Gott sei Dank hat sich das für mich ganz wunderbar gefügt ☀️
Denn: Ich liebe EntwicklungsOrte,
und entfliehe StagnationsOrten❗️
DANKE DAFÜR,
dass es kam wie es kam 😇🪽🧩🕯
Ich wünsche „Ehemalige Fachkraft“, „Ehemalige Montessori Pädagogin“, „Mir ist das ganz wichtig“ und „Zwack8“ einen weiterhin erkenntnisreichen Samstag. 😇
Und selbstverständlich hab ich Rückgrat und Stil und verstecke mich nicht hinter der
Anonymität 😉
Annina Rockholz 🎶
www.casa-dei-bambini-montessori.de
P.S. Meine Bewertung auf Kununu gibt interessierten und smarten MitLesern, weitere sachliche & fachliche Einblicke in den ganzen Zinnober !
Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen gemacht und schätze vor allem die freundliche und angenehme Atmosphäre. Mir wurde sogar das Diplom finanziert, wofür ich wirklich sehr dankbar bin. Ich weiß, dass das keine Selbstverständlichkeit ist und bin froh, diese Möglichkeit bekommen zu haben.
Natürlich empfindet das nicht jeder genauso. Ich denke, das hängt auch stark von den eigenen Erfahrungen und der jeweiligen Persönlichkeit ab.
Als ehemalige Fachkraft kann ich nachvollziehen, dass sich ausgerechnet die ehemaligen Kollegen beschweren, die selbst im Team wiederholt unangenehm aufgefallen sind und bei denen es letztlich dazu kam, dass sich das gesamte Team gegen sie gestellt hat.
Ich habe eine schöne Zeit dort und finde, es wird sehr auf die Personalauswahl geachtet. Ich kann das Haus sehr empfehlen, ich weiss, das Leitungsteam prüft sorgfältig und nimmt niemanden der im Lebenslauf schon unendliche Wechselerfahrungen gemacht hat. Da greifen Sie dann lieber auf Zeitarbeiter zurück um so lange zu suchen, bis ein Mitarbeiter passt. Und Wechsel und schwierige Mitarbeiter gibt es ja leider überall.
ja, das stimmt, wir werden aktiv miteinbezogen in die Auswahl von Kollegen und sind froh Zeitarbeit zu haben, so sind wir immer gut besetzt, auch wenn Mitarbeiter die viel ausfallen das Team sehr belasten.
Schöne praktikumzeit dort verbracht 🙂
Sehr angenehme Arbeitsatmosphäre und tolles kreatives Arbeitsumfeld.
Hallo Katja,
ich grüße Dich.
Von einer Mitarbeiterin des Zinnoberhauses habe ich heute (14 Juli 2026) erfahren, dass Du dort gar nicht mehr arbeitest.
Das ist ja interessant !
Dann wäre das bereits die vierte Kündigung innerhalb der letzten fünf Monate, die sich die Trägerin leistet.
Montessori, Safe Professor Brisch, Pikler Pädagogik, Jesper Juul, Bio Ernährung, Bildungsplan, Kunst
Wir profitieren von sehr spezifischen Schulungen, die uns dabei unterstützen, unsere Fachkenntnisse zu erweitern und uns weiterzuentwickeln.
Ich bin seit vielen Jahren Teil des Zinnoberhaus Teams. Und ich weiß: Nicht nur Aufgaben machen den Alltag aus - sondern auch die Atmosphäre - für die wir alle mitverantwortlich sind! Wo Menschen zusammenarbeiten wird es manchmal schwierig - aber wir glauben an Klarheit, Gespräch und Entwicklung.
Wer sich einbringen will ist bei uns willkommen.
Wie werden neue Teammitglieder unterstützt, um sich gut einzubringen und wie wird konkret auf ihre Ideen oder Vorschläge eingegangen?
Neue Teammitglieder werden bei uns von Beginn an aktiv in die Gestaltung des pädagogischen Alltags einbezogen. Sie erhalten die Möglichkeit, sich mit ihren Ideen und Stärken konkret einzubringen – etwa bei der Mitgestaltung des Tagesablaufs, der Raumgestaltung und der Speiseplanung. Vorschläge und Anregungen finden in regelmäßigen Feedbackgesprächen, bei Teamtagen sowie im Rahmen der individuellen Entwicklungsplanung Gehör.
Darüber hinaus können Mitarbeitende ihre pädagogischen Schwerpunkte im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Interessen frei wählen und weiterentwickeln. Für Einkäufe pädagogischer Materialien werden Wunsch- und Bestelllisten genutzt, die von den Mitarbeitenden gestaltet werden und so gut wie immer 1:1 umgesetzt werden. Fortbildungen werden gezielt unterstützt, um fachliche Impulse aufzugreifen und das Team weiter zu stärken. Auf diese Weise fördern wir ein wertschätzendes, beteiligungsorientiertes Miteinander und eine lebendige pädagogische Kultur. Echte Partizipation! Wer will der kann, so ist das aus meiner Erinnerungsperspektive -
Welche Fortbildungsmöglichkeiten werden im Zinnoberhaus angeboten, und wie wird dabei sichergestellt, dass die Interessen und Stärken der Mitarbeitenden berücksichtigt werden? Gibt es spezielle Themen oder Schwerpunkte, die bevorzugt behandelt werden? Danke :)
Man kann sich jederzeit mit Wünschen zu Fortbildungen die zum Konzept und der Aufgabe passen an das Haus wenden. Gerne nenne ich Ihnen ein paar wenige Beispiele: §8a, §47, Gewaltprävention, Vorkurs Deutsch, Grenzverletzungen, Sexualpädagogik, Erste Hilfe, Digitalisierung, Medienpädagogik nur um ein paar wenige zu nennen. Viele hiervon finden jährlich oder turnusmäßig statt. Wir erhalten regelmäßig Fortbildungsangebot und dürfen dann frei wählen. Übrigens werden auch de Kosten von bestandenen Sprachkursen vollumfänglich übernommen.